www.geiers-mor.de
ausgesuche Fundsachen

 

Gespenster,

Labyrinthe,

Giftkiste

 

Ja, genau: Mein Name ist

Monika Geier, ich schreibe

Krimis, und die könnt ihr

kaufen. Und zwar bei allen

bekannten Bücherausgabe-

stellen. Aber nicht

hier, denn das hier ist ne

Werkstattseite. Hier stelle

ich in (vorraussichtlich)

unregelmäßigen Abständen und

vermutlich auch in

ungeordneter Form Text-

fragmente aus, oder Fotos

von Dingen, die mich

faszinieren oder sonstwas,

das mich zum Schreiben bringt.

Also ...

 


Liebe Besucherin, lieber Besucher,

die/der du dich bis hierher durchge-

scrollt hast, ich grüße dich! Aus

meiner Statistik weiß ich, dass du

nicht einer von Tausend, sondern eben nur

einer bist, aber darum bist du mir

nicht weniger willkommen, im

Gegenteil! In der Werkstatt kann

man eh nicht so viele Leute gebrauchen,

hier wird ja schließlich geschafft ...

Also, wenn ich könnte, würde ich dir

jetzt nen Werkstattkaffee anbieten,

schwarz, Pulver direkt in die Tasse,

und vielleicht noch ein Stück Kuchen

von gestern. Und dann setz dich,

such dir was zum Lesen, Musik hätte

ich anzubieten: Tom Waits, Tom Waits

und Tom Waits. Weiß nicht, ob dus

hören kannst, mein CD-Player ist ne

kleine Diva. Jetzt. Oder?

Okay, ich schwurbel dann mal ein

bisschen rum ...

 

Achso: Wenn du mich erleuchten, was 

beitragen oder fragen willst:

RIP@geiers-mor.de

 

12.5.2015

Hier mal was Lustiges zu einem

Krimi von Fred Vargas. Ich muss

dazu sagen: Fred Vargas ist für 

mich (fast) die Größte, sie kommt

ganz knapp hinter Agatha Christie,

wobei die beiden ganz herrlich

verschieden sind. Vieles, was Fred

Vargas aus dem Ärmel schüttelt,

hätte Mrs. Christie vermutlich

gerne gekonnt, aber dieser Fehler

wäre ihr als quasi-Mathematikerin

nicht unterlaufen: Der Pfostenfehler

in "Der vierzehnte Stein". In

diesem Buch spielt ein gewisser

Dreizack eine sehr gruselige Rolle.

Mit dem Dreizack werden alle Morde

begangen, er ist das zentrale 

Objekt, das alle Taten verbindet,

aber es trägt ein höchst

charmantes Element der Wider-

sprüchlichkeit in sich, denn:

Dieser Dreizack besteht aus drei

Klingen, die eine Geamtlinie von

etwa 16 Zentimetern bilden, während

der Abstand zwischen den einzelnen

Klingen jeweils gut 5 Zentimeter

beträgt ...

Nachzulesen in Kapitel

neun, sechster Abschnitt.

Demnächst such ich auch mal noch die

Stelle aus Thomas Harris´ Hannibal,

wo er eine christliche Kreuzigungs-

szene aus dem sovielten Jahrhundert

vor Christus findet ...

 

 

25.4.2015

Jetzt mal was ganz anderes, heute

morgen bin ich aufgewacht und dachte,

dass ich ein Café eröffnen muss.

Ein ganz kleines, mit vielen wackligen

Plätzen und selbstgestrickten Decken

und es gibt nur Limonade und Eistee,

den ich selber mache und den besten

Kaffee der Welt aus einer italienischen

Maschine und sonst hausgemachten

Kuchen. Und zwar kann ich den welt-

besten Apfel- und Birnenkuchen,

außerdem ganz tolle Brownies und wenn

jetzt die Zimtschnecken, die ich

im Ofen habe, was werden, dann

kann ich auch ziemlich gute dänische

Zimtschnecken, an denen probiere ich

schon ewig rum, weil die aus so

einem selbstgemachten Blätter-

hefeteig bestehen, den man hundertmal

rollen muss. Ist fast so viel

Arbeit wie verschütteln, also

homöopathische Zimtschnecken,

gewissermaßen. Den Namen des Cafés

würde ich eiskalt klauen bzw. ab-

wandeln von den Rode Roses in

Kopenhagen, wo es auch einen öffent-

lich bedienbaren Plattenspieler

gibt, und wo es super ist. Ich

würde dem Café einen Rosennamen

geben und die Wände in einer Farbe

streichen, die alle Rosen (und alle

Menschen) strahlen lässt. Ich hätte

Teller mit Goldrand vom Flohmarkt

und dicke weiße Tassen für den

Kaffee. Ich würde Tee nach russischer

Art anbieten, mit Marmelade drin.

Der Schokoladenkuchen wäre mit

Rosenpfeffer und zum Espresso gäbe

es ein kleines Gläschen Rosenwasser.

Es wäre einfach toll. Die Leute würden

kommen und sich wohl fühlen und lange

bleiben und ich hätte Abende mit

Life-Musik. Meine Kinder würden

ihre Hausaufgaben hinten in der

Küche machen und ich hätte nette

Hilfsbedienungen von der Uni und

hier riecht es sooooo gut nach

Zimt und Butter! Ich muss jetzt

an den Ofen. Wer demnächst nach

Kopenhagen fährt:

simpel dagblog

 

2.4.1015

"Letzten Endes bedarf es nur eines

einzigen, makellosen Tons."

Klingt wie das Mantra eines Musik-

lehrers, ist aber der zentrale

Satz aus "Der letzte Tibeter", das

Geheimnis schlechthin, die universelle

Wahrheit, die am Ende die Lösung

bringt, als letzter Satz

von einem sterbenden heiligen

Mann ausgehaucht. Es bedarf nur

eines einzigen makellosen Tons.

Der Ton wendet dann alles zum Guten,

lässt einen Berg rutschen, eine

Brücke einstürzen, und rettet die-

jenigen, die an ihn geglaubt haben.

Ein ganz wunderbarer Schluss eines

wunderbaren Buches. Aber darauf will

ich nicht raus. Mir geht es hier um

die Mechanismen von Geheimnissen. 

Wie kann man einen Satz, eine

Meinung, eine Erklärung (ein

Buch ...!) so aufladen, dass sie

riesige Macht bekommt, dass sie zum

Wegweiser wird, zur Lösung führt

und damit eben auch potentiell

gefährlich ist und versteckt und

gehütet werden muss?

Oder umgekehrt: Werden in den

geheimsten Zirkeln unserer Religionen

und Philosophien wirklich

mächtige Geheimnisse gehütet?

Wozu all die Initiationsriten, die

Studien, die Weiherituale? Kann man

eine mächtige universelle Wahrheit

überhaupt verstecken? Sind diese

Wahrheiten nicht gerade deshalb

universell, weil sie eigentlich

jeder kennt: Nur Mitgefühl

kann die Menschheit vorm Kollaps

retten, Liebe ist schrecklich und

wunderbar, Längsstreifen machen

schlanker, Lachen ist gesund,

freedom´s just another word for

nothing left to loose ...?

Ich frag das nur, weil ich mich

täglich damit beschäftige, Sätze

aufzuladen ...

Fortsetzung folgt,

muss jetzt Ferienprogramm für die

Kinder machen.

24.4.2015 So, wieder da. Also wir

waren bei den geladenen Worten.

Ein Rätsel konstruieren, ein Geheimnis

aufbauen, das funktioniert ein

bisschen wie eine Religion.

Eine Religion besteht aus

Glaubenssätzen, die nicht

bewiesen werden können. Sie sind aber

trotzdem sehr wertvoll, wenn du

in tiefdunkler Nacht ein Leuchtfeuer

brauchst. Wenn du nicht mehr weißt,

wo oben und unten ist, wenn du dich

schnell entscheiden musst oder dein

Leben voller Gespenster steckt: Mit

dem richtigen Glauben kannst du die

falschen Freunde verblassen lassen

und die guten Wege zum Leuchten

bringen. Und in den schönen Momenten

vergrößert er dein Glück und

schenkt dir das Gefühl, mit einfach

ALLEM in Verbindung zu stehen.

Das Problem dabei ist bloß: Der Glaube

hilft dir nur, wenn du ihn schon

hast, ehe du ihn brauchst. Du musst

glauben, bevor du weißt, was dieser

Glaube aus dir macht und wohin er

dich bringt. Und das ist kompliziert.

Aber genau an der Stelle kann man

beobachten, wie das Aufladen mit

Magie und Geheimnis funktioniert...

... wird fortgesetzt ;-)

 

25.3.2015

Hier mal zwischendurch eine kleine

Trophäe: Meine Freundin Christina

Bacher und ich bei der Arbeit im ...

... Poizeipräsidium Westpfalz.

 

So, und jetzt Obacht:

 

Ich kann auch freihändig lesen!

 

19.03.2015

Ein besonderer Link:

 http://othes.univie.ac.at/26004/1/Diplomarbeit_Irene_Pfeiffer.pdf

Das ist die Diplomarbeit einer Frau

Pfeiffer, die unter anderem die

Mutterrolle meiner Kommissarin

Bettina Boll behandelt. Ich empfinde

das als eine Ehre für mich und als

eine Wertschätzung meiner Arbeit.

Und, der Grund, weshalb ich es hier-

her verlinkt habe: Es ist

interessant. Es wirft die Frage auf,

wie viel von meiner Art, Mutter zu

sein, in meiner Krimiheldin steckt.

Ich war ziemlich betroffen, als

ich Frau Pfeiffers Arbeit gelesen

habe, denn es scheint mehr zu sein,

als ich dachte. Man fragt sich,

wie weit man als Autorin die

Handlung eines Romans und seine

Figuren überhaupt von sich trennen

kann. Klar, sie sehen anders aus als

ich, sie haben von mir vorgegebene

Lebensläufe, sie müssen so handeln,

wie ich sie schreibe. Für sie bin

ich Gott. Und ich versuche sogar,

sie größer zu machen, als ich bin,

indem ich Verhaltensweisen, die ich

nicht verstehe, studiere und

(möglichst) wertfrei abbilde, sodass

die in meinen Kosmos Eingang finden,

obwohl sie mir fremd sind.

Trotzdem bin ich manchmal, wenn ich

alte Texte von mir lese, schockiert,

wie unterschwellig das Schreiben

funktioniert. Wie prophetisch diese

Texte waren. Was ich damals schon

alles irgendwie gewusst habe.

Wahrscheinlich bin ich doch nicht

Gott, sondern nur eine Frau mit

Intuition ...

 

17.3.2015

Kann es eine Musik geben, die unsere

Welt als oberstes Prinzip durchzieht,

die älter ist als alles, was

existiert? Und wenn ja, macht es

einen Sinn, zu versuchen, sich in

diese Musik einzuschwingen, sie zu

erspüren, sie wiederzugeben, ihr zu

antworten? Kann man in Kontakt treten

mit einem Phänomen, dem man selbst

ganz und gar unterworfen ist?

Kann man sagen: Irgendwo bist du,

Wesen, das alles erdacht hat,

ich hab dich erkannt! Und zwar

an der Ordnung und der Harmonie,

die du hinterlassen hast!

Geht das? Ist nicht die Distanz,

die nötig ist, um Gesetz-

mäßigkeiten zu erkennen, der Beweis

dafür, dass man ihnen eben gerade

nicht unterworfen ist? Und ist,

andersrum gedacht, die charmante

Aussage Ich will mich in den großen

Klang des Universums einschwingen,

nicht in Wahrheit die vermessene

Behauptung, man hätte eine Wahl,

das auch nicht zu tun?

Ich frag nur, weil hier die Frage

aufgetaucht ist, an wen sich Kunst

richtet. Für wen schreibe ich, wer

wird bei einem Konzert eigentlich

angesungen, an wen richten sich die

Gemälde in unseren Wohnzimmern?

Gibt es auch nur einen Menschen,

der von sich sagen kann: Ich richte

mich gar nicht an andere Personen,

ich kommuniziere nur mit dem

Universum? Ist nicht sogar jedes

Gebet, und sei es aus der fernsten,

verschlossensten Einsiedelei heraus

gesprochen, auch im Hinblick

auf andere Menschen, deren

Wohlergehen und Fortkommen

gesagt? Was meinst du?

 


11.3.2015

Den Tiger reiten: Ich kann nicht

anders. Ich wollte, ich könnte alles

planen, alles im Griff haben, mein

Ding machen, unbeeindruckt von anderen.

Aber andererseits: Was wäre das für

ein Leben und was wäre das für eine

Literatur oder Kunst, die nur um sich

selber kreist? Wenn ich den Tiger

sehe, dann sehe ich nicht nur Fell

und Muskeln und schauerliche Augen,

sondern dann sehe ich einen riesigen

Dchungel, dämmrige Jagdszenen,

exotische Beutetiere, indische

Maharadschas, die Tigerwitwen von

Bangladesh, ich sehe Mangroven und

höre Schreie und seltsame Musik, 

spüre Gefahr und Schönheit

und ich sehe eine ganze Welt. Wie

könnte ich da sagen: Du bist nur ein

Zootier, und du stinkst?

Vielleicht ist es ein Fehler, den

Tiger da rauszuholen,

aus der Dämmerung.

Es macht uns leichtsinnig. Denn in

der längsten Zeit unserer

gemeinsamen Geschichte

war es so: Man konnte den Tiger

nur erahnen, in dem Moment,

da man ihn sah, war man tot.

Andererseits hab nicht ich die Tiger

aus ihren Dschungeln geholt.

Ich sehe sie, und ich kann nicht

anders. Einer muss sie reiten,

oder nicht?

 

10.3.2015 Ich muss jetzt mal was

über Melancholie sagen. Ich wär sie

gern los, auch wenn sie beim Schreiben

hilft. Sie gibt dem Leben diesen

sepiafarbenen Unterton wie von alten

Fotos... Ich weiß nicht, ob man so

leben sollte. Vermutlich kann man

es sich einfach nicht aussuchen.

Manche leben in ihrer terrakotta-

Harmonie, manche in schrill, und ich

eben in Sepia. Momentan. Wobei ich

ja von allen Farben die einer anderen

Meeresbewohnerin, nämlich der Murex,

einer Stachelschnecke, am

faszinierendsten finde: Das Purpur.

Eine Farbe, die erst stumpfgrün und

langweilig erscheint, aber unter dem

Einfluss von Licht und Luft ein

changierendes Violett annimmt, eine

Farbe der Antike, die heute nicht

mehr so hergestellt wird, weil es sie a

auch in der Anilin-version gibt und man

Schnecken zerschlagen muss für sie,

viele hübsche elfenbeinfarbene

Stachelmeeresschnecken, denen man

keinen Schmerz zufügen darf, wenn

man sie tötet, ganz schnell muss es

gehen, zack, tot, sonst lassen sie vor

Qual ihre Farbe austreten, die dann 

eben sofort violett wird und nicht

mehr benutzt werden kann. Was im

Grunde auch nur richtig ist,

schließlich gehört das Purpur ja

der Schnecke ...

 

 

20.1.2015 Vom Mutterkorn. Das ist ja sowas

von faszinierend, außerdem was gegen

die Kälte grade, weil es die Gedanken

in die Sommerhitze schickt, aber

lest selbst:

 

Wer im Sommer aufmerksam durch

reifende Felder spaziert, wird sie

fast mit Sicherheit entdecken:

Die Sklerotiden des Mutterkornpilzes,

die auf Ähren von Gräsern, Roggen,

Gerste, Weizen, Hafer und Mais

wachsen. Sie sind spindelförmig,

hart, außen violettschwarz und meist

größer als das einzelne gesunde Korn,

das sie ersetzen, deswegen stehen

sie aus der Ähre hervor. Von innen

sind sie weiß, ihr Geschmack ist

(angeblich) süßlich und etwas scharf.

Sie wirken nicht besonders

spektakulär und doch waren diese

winzigen parasitären Pilze, die für

uns heute höchstens ein Kuriosum

darstellen (das erste LSD wurde

aus ihnen gemacht) bis vor gar

nich so langer Zeit wahre Geißeln

der Menschheit, Völkermörder,

die sich ernsthaft mit den schlimmsten

Kriegen oder dem Pestbazillus ver-

gleichen lassen.

Die große Gefahr des Mutterkorns lag

darin, dass es mit dem Brot DAS Haupt-

nahrungsmittel vergiftete.

Erwähnt wurde es schon von den Assyrern

als "schädliche Pustel im Ohr des

Korns". Im europäischen Mittelalter

dann gab es unzählige Vergiftungsfälle

- allein im Jahr 994 sollen in

Aquitanien und dem Limousin

vierzigtausend Menschen daran gestorben

sein. Diese Vergiftungen - heute

Ergotismus genannt - wurden zu jener

Zeit für eine Sündenstrafe, das

sogenannte Antoniusfeuer gehalten.

Antonius war ein Heiliger, der die

Menschen des Mittelalters unwiderstehlich

stark beschäftigt hat, da er als

Einsiedler erotisch gefärbte

Halluzinationen von merkwürdigen

Fabelwesen erdulden musste. Damit

traf er den Nerv der Zeit. Es gibt

zahllose zeitgenössische

Darstellungen des Antonius,

beispielsweise von Hieronymus Bosch.

Auf dessen Bildern sind übrigens

auch Ergotismusfälle zu entdecken:

Menschen mit aufgetriebenen Leibern

und schwarzen Beinen. Das sind keine

erfundenen Monster, sondern

authentische Darstellungen aus der

Zeit!

Die Symptome der Vergiftung sind

Halluzinationen, aber auch Krampf-

anfälle, Jucken und Brennen der

Haut und außerdem eben die

geschwärzten Glieder, die teilweise

amputiert werden mussten.

Interessant ist auch die Verbindung

zwischen Mutterkornvergiftungen und

Fällen von massivem zivilen Ungehorsam

und Hexenverfolgungen in der

neueren Zeit. Man kann grundsätzlich

davon ausgehen, dass eine Region,

die von Roggenbrot lebte und in der

ein heißer Sommer auf einen nassen

Frühling folgte, vom Ergotismus

zumindest stark bedroht war.

Entsprechende Wetterverhältnisse

herrschten wohl 1691 in Salem in

Massachusetts, bevor im Dezember

desselben Jahres die dortige

Bevölkerung über "Verhexungen" wie

Übelkeit und Erbrechen,

Halluzinationen und "Ameisenkriechen

auf der Haut" klagte, woraufhin

dort Hexen gesucht und bekanntlich

auch gefunden wurden ...

Im Jahr 1789 herrschte dann in

Nordfrankreich ein für das Pilz-

wachstum ausgezeichnetes Klima

- und das nach einem schlechten

Erntevorjahr, das die Bauern der

Region hungrig zurückgelassen

hatte. Wahrscheinlich machten sie

sich darum wenig Mühe, das Getreide

zu reinigen. Das Resultat waren

Bürger, denen zahlreiche Ärzte

bescheinigten, aufgrund von

schlechtem Brot "den Verstand

verloren" zu haben - und Unruhen

("La Grande Peur"), die zum

Teil der französischen Revolution

wurden und diese möglicherweise

überhaupt erst mit verursacht haben.

Heute ist der Ergotismus dank

Fungiziden und moderner Mühlentechnik

fast vergessen. Nur in

ungereinigtem Getreide aus Bioläden

könnte das Gift noch "natürlich"

vorkommen ...

 

An dieser Stelle möchte ich

stellvertetend für die vielen

abgefahrenen, ungeheuerlichen und

schmerzlichen Antoniusversuchungen

eine verlinken: Die von dem jungen

Tiepolo.

Ein tolles Bild: Antonius

 

Für den Inhalt aller verlinkten Seiten übernehme ich keine Verantwortung.

 

 

 

 

 

 

 

 

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